Asthma bewältigen

  • Mit Asthma gut Leben

    Viele Eltern reagieren erst einmal mit Angst oder Verzweiflung, wenn sie die Diagnose „Asthma bronchiale“ hören. Sie machen sich zu Recht erhebliche Sorgen, sehen die Zukunftschancen ihres Kindes gefährdet. Neben der körperlichen Belastung, die die Krankheit verursacht, leiden viele auch unter den psychischen Belastungen. Häufiges Inhalieren-müssen, eingeschränkte körperliche Belastbarkeit, häufige Fehltage in der Schule, Verzicht auf Haustiere und anderes mehr können die psychische Befindlichkeit beeinträchtigen und den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen.
    Aber Asthma ist eine Krankheit, die sich heute gut behandeln lässt und mit der man gut leben kann. Genaue Kenntnis über die Krankheit, deren Auslöser und mögliche Folgeprobleme können Eltern, Kindern und Jugendlichen dabei helfen, die Krankheit optimal zu bewältigen. Dazu kann die Asthma-Schulung einen wichtigen Beitrag leisten.

    Ein Teil der Kinder wird bis zum Erwachsenenalter die Symptome des Asthmas verlieren. Doch auch für diejenigen, die noch nach der Pubertät unter Asthma bronchiale zu leiden haben, gilt: Je besser Sie informiert sind, je besser Sie sich selbst kennen und je optimaler Sie den Umgang mit den Medikamenten beherrschen, desto leichter lässt es sich mit dieser Krankheit leben.

  • Genau beobachten – richtig kombinieren

    Um mit Asthma besser umgehen zu können, ist es gut, wenn Kinder und Eltern wissen, was Asthma ist, wo und wie es entsteht, welche Beschwerden auftreten können und welche Veränderungen in den Atemwegen den Beschwerden vorausgehen.

    In der Asthma-Schulung wird spielerisch gelernt:

    • Wie sind Lunge und Atemwege aufgebaut?
    • Wie funktioniert die normale Atmung?

    Am Modell können die Betroffenen erleben, was sich in den Atemwegen beim Asthma verändert.

    Damit können Sie besser nachvollziehen, was bei einem Asthmaanfall in ihrem Körper passiert. Das Erlernen bestimmter Strategien zur Selbstbeobachtung ermöglicht es den Kindern, frühzeitig körperliche Symptome wahrzunehmen, die auf eine Verschlechterung des Krankheitsbildes hinweisen.

    Dies erleichtert das Verständnis für die notwendigen Behandlungsmaßnahmen.

    Asthma ist keine Krankheit, der man hilflos ausgeliefert ist. Man kann eingreifen, wenn man genau beobachtet und richtig kombiniert.

  • Lungendetektiv - Notieren, auswerten, analysieren

    Im „Detektivspiel“ lernen Kinder und Jugendliche ihren Körper zu erforschen und ihre Atmung zu spüren. Geht es der Lunge gut, dann ist der Brustkorb beweglich, nichts brummt und pfeift beim Atmen, kein Husten ist zu Hören.

    Ein kleines Gerät, das Peak-Flow-Meter, misst den Luftstrom. Kräftig hineingepustet, zeigt es, wie es der Lunge heute geht. Schreibt man die Werte regelmäßig auf und vergleicht sie mit den Wahrnehmungen der Atmung, lässt sich das Asthma gut kontrollieren.

    Eine wichtige Detektivarbeit ist auch das Forschen nach Asthmaauslösern.

    Oft sind es Allergien, die Luftnot verursachen können. Aber was hat dieses Mal die Atemnot ausgelöst? Da hilft wieder: viel beobachten, aufschreiben, kombinieren, und schon erwischt man den Auslöser.

    Vielleicht waren es Tierhaare oder die Hausstaubmilbe, Gräserpollen oder eine besondere Anstrengung...?

    Selbstbeobachtung und Selbstbeurteilung kann man lernen. Sie geben Sicherheit und nehmen die Angst.

  • Medikamente helfen - Beschwerdefreiheit ist erreichbar

    Nicht alle Auslöser können vermieden werden.

    Daher muss man versuchen, die Überempfindlichkeit des Bronchialsystems herabzusetzen, indem die chronische Entzündung gebremst wird. Dies ist heutzutage sehr gut mit Medikamenten möglich. Wirkungsvolle Therapien gegen Asthma bei Kindern und Jugendlichen werden durch international einheitliche Therapiepläne festgelegt und haben sich seit vielen Jahren bewährt. Um ihre Schutzwirkung optimal entfalten zu können, müssen sie regelmäßig eingesetzt werden. Dadurch ist fast immer eine Beschwerdefreiheit zu erreichen, ohne dass diese mit einem hohen Nebenwirkungsrisiko erkauft werden müsste.

  • Sport und Asthma

    Sport ist wichtig
    Kein Kind oder Jugendlicher mit Asthma soll auf Sport verzichten – im Gegenteil!
    Sport ist wichtig für das Immunsystem, für eine gesunde körperliche Wachstumsentwicklung und für das Selbstwertgefühl. Durch eine individuell abgestimmte Medikamenteneinstellung sollte es jedem asthmakranken Kind, jedem asthmakranken Jugendlichen möglich sein, sich sportlich zu betätigen. Um eine notwendige medikamentöse Behandlung sinnvoll zu ergänzen, bieten wir im Rahmen unserer Asthma-Schulung Atemgymnastik an. Hier werden mit den Eltern, Kindern und Jugendlichen u.a. atemerleichternde Körperstellungen und Dehnübungen für die Lunge praktisch eingeübt.
    Bei einer regelmäßigen und richtigen Anwendung können dadurch Beschwerden gelindert und schweren asthmatischen Zuständen vorgebeugt werden.
    Ziel der Schulung ist ein verbesserter Umgang mit sportlicher Belastung, der durch die bestehenden Asthmasportgruppen entsprechend unterstützt werden kann.

    Entspannung ist nötig
    Neben Anspannung durch Sport ist Entspannung ein wesentliches Element der Vorbeugung. Hierzu werden vom Schulungsteam Informationen vermittelt und entsprechende Techniken mit Kindern, Jugendlichen und Eltern praktisch geübt.